Sauna - Wirkung und Tipps

Sauna

Zeremonie zur Reinigung von Körper und Seele

Fragen Sie einen Finnen, warum er in die Sauna geht, wird er genauso ratlos dreinblicken, wie ein Deutscher, den Sie fragen, warum er Weihnachten feiert - Saunieren gehört in Finnland einfach dazu.

Bei uns steht seit jeher die Gesundheit im Mittelpunkt des Interesses. Von medizinischer Wirkung und Abhärtung, insbesondere von der "merklichen Besserung körperlicher Funktionen" oder vom "Wechsel der Wärme- und Abkühlreize zur Stärkung der Abwehrkräfte" ist die Rede. Besonders gut bekommt das Saunen auch der Haut, die nach dem Saunagang im wahrsten Sinne des Wortes "porentief rein" ist. Es wurden Ratschläge gegeben, wie richtig sauniert wird. Aus gutem Grund: Noch immer wagen sich manche Menschen nicht in die Sauna, weil sie Scheu haben oder weil ihnen die Rituale unbekannt sind.

In den Saunen der Bremer Bäder ist das alles kein Problem, denn unsere Saunameister erklären Ihnen, wie es geht. In der monatlich stattfindenden "Erlebnissauna" lassen wir die Rituale wieder aufleben. Heute feiern Saunabegeisterte den Aufguss mit dem Saunameister als neues Gemeinschaftserlebnis - die Aufgusszeremonie hat Hochkonjunktur. Gönnen Sie sich dieses Erlebnis als "Kurzurlaub" vom Alltag!

Thementage

Von Oktober bis März finden in den Bremer Bädern regelmäßig besondere Thementage statt. Hier bieten wir Ihnen besondere thematische Aufgußzeremonien sowie kleine Snacks und besondere Anwendungen. Kein Aufpreis - Sie zahlen lediglich den normalen Sauna-Tarif.

Wirkung

Beim Saunabaden wirken im Wechsel Warm- und Kaltreize auf den Körper. Vielfältige Reaktionen des Organismus werden dadurch ausgelöst. Die starke Wärme im Saunaraum veranlaßt den Körper zu einer Erweiterung der Blutgefäße in der Haut und zu kräftigem Schwitzen. Obwohl die bald einsetzende Schweißverdunstung die Haut kühlt, steigt die Temperatur im Körperinneren um etwa 1°C und in der Haut um gute 10°C an. Die Bildung von Abwehrstoffen gegen Infekte wird dadurch gefördert. Die Saunawärme entspannt die Psyche und Muskulatur wohltuend. Das Herz schlägt effizienter, aber durch die Erweiterung zahlreicher Blutgefäße in der Haut wird seine Druckarbeit vermindert. Ein zu hoher Blutdruck normalisiert sich deswegen. Eine übermäßige Belastung des Herzens muß also nicht befürchtet werden.

In der Abkühlphase des Bades werden die erhöhten Körpertemperaturen durch die frische Luft und das kalte Wasser auf die Ausgangswerte abgesenkt. In Verbindung mit den Fußwärmbädern werden so die Blutgefäße der Haut regelrecht trainiert. Saunagewohnten Menschen bleiben Erkältungskrankheiten dadurch weitgehend erspart. Die Abkühlungen bewirken ein Gefühl der Erfrischung und lösen im vegetativen Nervensystem und in wichtigen hormonellen Organen Leistungsimpulse aus.

Ein Saunabad ist außerdem ein sehr natürliches Mittel zur Körperpflege. Das kräftige Schwitzen und die wiederholten Abgießungen führen zu einer gründlichen Hautreinigung. In der Saunawärme werden die Hautzellen außerdem zur Neubildung angeregt.

Saunabaden trotz Krankheit

Sauna1Mehr als 7 Mio. Bundesbürger gehen Monat für Monat in die Sauna. Entspannung, Erholung, Abhärtung, Körperpflege, Badespaß und Geselligkeit gehören zu den wichtigsten Motiven für ihren Badbesuch. Einige der Besucher verbinden mit dem Bad aber auch das Ziel der Schmerzlinderung und Heilung. Die richtige Beurteilung muß in solchen Fällen immer der behandelnde Arzt vornehmen.

Bei akuten Erkrankungen mit Fieber und Entzündungen und bei schweren Organleiden wird er die Sauna untersagen. Auch bei einer Erkältung ist dringend von einem Saunabesuch abzuraten.

Viele Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems, der Atemwege, des Bewegungsapparates und der Haut lassen ein Saunabad jedoch zu. Besonders die Stärkung der allgemeinen Abwehrkräfte ist dabei von großer Bedeutung. Bei manchen Krankheiten kann die Sauna sogar die Therapie unterstützen. Wichtig ist aber immer, dass der Badeablauf richtig und ohne Übertreibungen durchgeführt wird.

Bewährt haben sich Saunaanwendungen außerdem bei Sportverletzungen. Die Stoffwechselsteigerung durch die leichte Überwärmung des Körpers begünstigt die Heilungsvorgänge bei Muskelverspannungen und Muskelverletzungen. Sollte die Verletzung allerdings mit einer Blutung, auch innerhalb des Gewebes, verbunden sein, muß mit dem Saunabaden so lange gewartet werden, bis die Gefäße wieder ganz verschlossen sind.

Die erholungsfördernden Wirkungen der Sauna sind allerdings nur erreichbar, wenn das Bad richtig durchgeführt wird!

Saunatipps

  • Gehen Sie nicht hungrig oder mit vollem Magen in die Sauna. Damit Sie das Bad ungestört genießen können, sollten Sie zunächst die Toilette aufsuchen. Danach folgt die Reinigung unter der Dusche.
  • Trocknen Sie sich gut ab, denn die Haut schwitzt schneller.
  • Ein warmes Fußbad vor der Sauna fördert ebenfalls das Schwitzen.
  • In der Sauna legen Sie Ihr Liegetuch unter den ganzen Körper. Der Aufenthalt sollte kurz, die Wirkung aber intensiv sein. Schwitzen Sie deshalb auf der mittleren oder oberen Bank. Nicht länger als 15 Minuten! Verlassen Sie sich ruhig auf Ihr Gefühl. Liegend spüren Sie die Wärme angenehm gleichmäßig. Die letzten zwei Minuten sollten Sie jedoch sitzen, damit sich Ihr Kreislauf an die aufrechte Haltung gewöhnt und das Blut nicht in die Beine sackt.
  • Gehen Sie aus der Sauna an die frische Luft. Ihr Körper braucht jetzt Sauerstoff.
  • Das Abgießen mit dem Kneippschlauch ist die schonendste Art der Abkühlung.
  • Vor Benutzung des Kaltwassertauchbeckens sollten Sie unbedingt den Schweiß abspülen. Bei Bluthochdruck sollten Sie das Tauchbecken meiden.
  • Auch die Schwallbrause kühlt den Körper wirkungsvoll.
  • Im Anschluss an die Abkühlung bewirkt ein warmes Fußbad ein Wärmegefühl bis zum Kopf hinauf und beugt dem Nachschwitzen vor.
  • Vor der Sauna empfiehlt sich die Nutzung des Solariums.
  • Eine anschließende Ruhepause ist angenehm und fördert zusätzlich die Erholung.
  • Ein Saunabad bereitet Sie gut auf eine Massage vor.
  • Einen weiteren Saunagang führen Sie wie den ersten durch.
  • Mehr als drei Saunagänge vergrößern nicht den gesundheitlichen Wert des Saunabadens.